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"Täler und Höhen"

von Elmar Knauf

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RTV Lohmar —  Samstag, 08. August 2009
Distanz: 154 km
(Alternativstrecken: 41/71/111 )
Kontakt: Homepage Homepage
Profil: bergig, 1955 Hm,
Schwierigkeitsgrad:
371 Punkte 

Strecke: Lohmar, Pohlhausen, Wahnbachtal, Todtenmann, Söntgerath, Brackemich, Hermerather Mühle, Büchel (K1), Bröleck, Schönenberg, Hänscheid, Hombach, Kelters, Halft, Ringenstellen, Altenherfen (K2), Wilberhofen, Dattenfeld, Roth, Obernau, Au, Opsen, Etzbach, Heckenhof, Nisterbrück, Wissen, Mühlenthal (K3), Elkhausen, Hönningen, Diedenberg, Hohäuschen, Forsthaus Rübegarten, L278, Kappenstein, Korseifen, Wendershagen, Rom, Lichtenberg, Hülstert, Geiningen, Hermesdorf, Niederbröl, Drinsahl (K4), Grötzenberg, Winterborn, Huppichteroth, Erlinghausen, Marienberghausen, Drabenderhöhe, Wellerscheid, Oberdorf, Henningen (K5), Esinghausen, Gerlinghausen, Landwehr, Marialinden, Kreisel Sonne, Eulenthal, Höffen, Kreuznaaf, Donrath, Lohmar

Der Startort liegt direkt an der Jabachhalle in Lohmar, in der auch größere Veranstaltungen wie etwa Konzerte von BAP stattfinden. Ausreichend Parkplätze sind da garantiert. Aufgrund des trüben Wetters hielt sich der Andrang jedoch in Grenzen, lediglich 260 statt der sonst durchaus üblichen 800 Teilnehmer machten sich auf die Strecke ins Siegerland. So fielen die wenigen Radfahrer unter den vielen, alle mit rotem Vereins-Polohemd bekleideten, stets bestens gelaunten Helfern kaum auf.

Das war schade, denn diese RTF bietet alles, was das Radlerherz begehrt. Vom Start weg führt sie in östlicher Richtung ins Siegerland, immer wieder gibt es kilometerlange Anstiege, dann bei schönerem Wetter vermutlich fantastische Ausblicke, und herrliche Abfahrten technisch unterschiedlichen Anspruchs. Felder, Wiesen, Wälder und Fluss- bzw. Bachlandschaften wechseln sich ab, so dass nicht nur wegen der variantenreichen Topographie keine Langeweile aufkommt. Kurz nach der ersten Kontrolle bekommt man in Bröleck erstmals die Bröl, den nach der Agger wichtigsten Zufluss der Sieg, nach weiteren etwa 10 km erstmals kurz auch die Sieg selbst zu Gesicht. Sieg und Bröl sollten denn auch den weiteren Verlauf der RTF prägen. Zunächst liegt jedoch der längste Anstieg der gesamten RTF (8 km, 250 Höhenmeter, im oberen Teil unterbrochen durch K2 in Altenherfen) heraus aus dem Siegtal vor einem. Diesen Anstieg hätte man sich auch sparen können, denn es geht direkt wieder hinab ins Siegtal, deren Verlauf man nun von Windeck bis Au gut 15 km leicht wellig auf ihrer nördlichen Seite flussaufwärts folgt. Die Sieg bildet hier die Grenze zu Rheinland-Pfalz, so dass man mit ihrer Überquerung gleich Nordrhein-Westfalen verlässt. Nach einer kleinen Welle überquert man die hier kräftig mäandrierende Sieg gleich noch einmal, ehe dann der mit einer längeren Passage zwischen 10 und 13 % schwerste Anstieg des Tages wartet. Kaum ist man oben, geht es auf kurvenreicher, gut ausgebauter Bundesstraße wieder talwärts und man verlässt nach noch ein paar Querungen endgültig bei Wissen das Siegtal und biegt ins einsame Brölbachtal (nein: Brölbach und Bröl sind unterschiedliche Fließgewässer!) ein, dessen Verlauf man jetzt bachaufwärts über längere Zeit, unterbrochen von K3 in Mühlenthal, folgt. Nach 27 km in Rheinland-Pfalz erreicht man bei Kappenberg wieder nordrhein-westfälisches Gelände. Danach werden die Anstiege tendenziell kürzer, aber nicht unbedingt einfacher. Zwischen Hermesdorf und Erlinghausen geht es zur Abwechslung mal wieder durch ein Flusstal, diesmal das der Bröl, in dem man es auf 13 km flussabwärts, unterbrochen allein von einem kurzen Abstecher zur K4 in Drinsahl, richtig krachen lassen kann. Wellig geht es nun zur letzten Kontrolle 22 km vor dem Ziel hinauf und das Schlimmste (oder auch Schönste) ist geschafft. Tendenziell fallend mit zwei größeren und vielen kleineren Wellen zwischendrin erreicht man rasch das Ziel. Die 2000 Hm-Marke wird dort nur um 45 Hm verfehlt, dennoch ist es jedenfalls in meinem Kalender die RTF in NRW mit den meisten Höhenmetern.

Fazit:  Ich fahre seit 2002 jedes Jahr etwa 30 RTF – in Lohmar war ich zuvor noch nie. Ein großer Fehler, denn bei dieser RTF stimmt einfach alles. Nette, motivierte Helfer an den Kontrollen und im Start- und Zielbereich. Eine nicht nur jederzeit klare, sondern auch aufgrund der Verwendung von Signalfarben sehr auffällige Beschilderung und gute Verpflegung. Das Highlight ist aber sicher die Streckenführung auf fast ausnahmslos äußerst verkehrsarmen Straßen ohne abrupte Richtungswechsel, das ganze landschaftlich und topographisch überaus abwechslungsreich. Ein paar Abschnitte mit etwas ruppigem Straßenbelag kann man da verschmerzen, ebenso den – vielleicht auch nur wegen der regnerischen Witterung - fehlenden Grillstand im Ziel und die wegen Bauarbeiten – nur diesmal - kühlen Duschen. In NRW die mit einigem Abstand beste RTF, die ich kenne – die des TV Kettwig natürlich ausgenommen.

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Bericht zuletzt gelesen: Dienstag, 07. September 2010 • Anzahl Zugriffe: 276
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